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weg.de / 14.06.2018

Spanier schauen heimlich in der Arbeit Fußball - Deutsche nehmen lieber frei +++ Werbeeffekt für Gastgeberländer eher gering +++ Alle wollen mit Ronaldo an den Strand

weg.de präsentiert europaweite Umfrage zum Thema Fußball und Reisen

München, 13. Juni 2018 (WDE) – Das Fußball- und Reisefieber der Europäer: Am 14. Juni 2018 startet die WM in Russland. Im Rahmen einer großangelegten Umfrage mit dem Marktforschungsinstitut OnePoll hat das Reiseportal weg.de die Einstellungen der Europäer zur WM unter die Lupe genommen und insgesamt 8.000 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien befragt: Wer schaut die Spiele heimlich im Büro? Würden die Deutschen lieber mit Ronaldo oder Hummels in den Urlaub fahren? Und lassen sich die Europäer von so einem Sportevent zu einer Reise ins Gastgeberland inspirieren?

Mitfiebern in der Arbeitszeit:

So wollte weg.de von den Befragten wissen, wie sie es handhaben, wenn wichtige Matches während der Arbeitszeit stattfinden. Im EU-Durchschnitt* versuchen rund 27 Prozent, ihren Chef zu überzeugen, die Arbeit für die Spielzeit ruhen zu lassen. Die Deutschen probieren in höherem Maße, den Vorgesetzten zu manipulieren – hier sind es nämlich rund 36 Prozent. Viele Deutsche sind allerdings auch konsequent genug, frei zu nehmen. Bei den Männern liegt der Anteil mit 39 Prozent gegenüber Frauen mit 26 Prozent erwartungsgemäß höher. Immerhin 24 Prozent der Deutschen geben an, sich überhaupt keine Gedanken über das Thema zu machen. Noch höher ist die Zahl der Fußballmuffel überraschenderweise bei der Fußball-Nation Großbritannien mit etwa 40 Prozent.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Match heimlich am Arbeitsplatz zu verfolgen. Da sind die Deutschen im Vergleich zu den Nachbarländern recht brav, denn das würden nur 19 Prozent der Befragten machen. Am meisten Geheimgucker gibt es unter den Spaniern, wo stolze 39 Prozent inkognito schauen. Die Bereitschaft, den Chef für ein gutes Spiel zu belügen, sinkt übrigens mit dem Alter: In Deutschland sind es zum Beispiel nur acht Prozent der über 55-Jährigen gegenüber 27 Prozent der Befragten zwischen 25 und 34 Jahren.

Thüringerinnen würden gerne mit Ronaldo in den Urlaub:

Darüber hinaus befragte weg.de Teilnehmer aus den vier Ländern, mit welchem Fußballspieler sie gerne die Ferien verbringen würden. Über die Landesgrenzen hinweg steht dabei Cristiano Ronaldo am höchsten im Kurs. Mit zwölf Prozent ist er der am häufigsten genannte Fußballer unter 21 Auswahlmöglichkeiten. Dahinter folgen Lionel Messi sowie der Franzose Antoine Griezmann. Mats Hummels landet auf Platz fünf und Toni Kross auf Rang acht. Die befragten Deutschen nannten ebenfalls den Kicker aus Portugal, aber vor allem auch die beiden einzigen deutschen Spieler in der Liste, Mats Hummels und Toni Kroos. Die Thüringer entpuppen sich im Deutschland-Vergleich mit 18 Prozent überdurchschnittlich oft als Ronaldo-Fans. Zudem nannten deutsche Frauen (elf Prozent) den Portugiesen öfter als die Männer (sieben Prozent).

In den Ferien nicht aufs Fußball-Schauen verzichten:

Ebenso hat das Reiseportal analysiert, wie viele Befragte die WM im Urlaub schauen. Im europaweiten Vergleich scheinen die Deutschen besonders ungern auf die Matches verzichten zu wollen – genauer gesagt gaben 41 Prozent an, die Matches sowieso zu schauen, egal ob im Urlaub oder zu Hause. Europaweit sind es nur 27 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil derer, die auf jeden Fall die Spiele verfolgen, im Bundesland Hessen mit 49 Prozent. Nur wenige Befragte gaben an, den Strand einem Spiel vorzuziehen oder den Urlaub entsprechend um die Partien herum zu planen.

Begrenzter Werbeeffekt fürs Gastgeberland:

Eine weitere Untersuchung beschäftigte sich mit der Frage, ob sich die Europäer durch den Austragungsort zu einer Reise dorthin inspirieren lassen. So richtig punkten können die bisherigen Gastgeberländer bei den Deutschen allerdings nicht. Rund 66 Prozent sagten aus, dass ein Ereignis dieser Art sie nicht zu einer Reise animiert. Insbesondere bei Frauen ist der Anteil mit 72 Prozent besonders ausgeprägt. Die Briten lassen sich ebenfalls selten überzeugen: Dort stimmten 84 Prozent mit Nein gegenüber dem EU-Durchschnitt von 63 Prozent. Anders sehen es die Spanier – da lassen sich 55 Prozent der Befragten zu einer Reise ins Gastgeberland inspirieren.

Spanier haben überdurchschnittlich großes Interesse an Russland:

Das Interesse der Spanier an den Austragungsorten bestätigte sich auch mit der nächsten Frage. Mit ihr wollte weg.de nämlich herausfinden, welche der bisherigen oder aktuellen Austragungsländer die Reisenden schon besucht haben oder zu besuchen planen. Hierbei gaben 59 Prozent der Spanier an, nach Russland fahren zu wollen oder schon dort gewesen zu sein. Im Vergleich zum EU-weiten Durchschnitt von 26 Prozent ist dieser Anteil überraschend hoch. In Deutschland liegt der Wert bei nur bei 17 Prozent.

71 Prozent aller Deutschen waren aber schon in Spanien oder planen das in naher Zukunft. Danach folgten Frankreich mit 60 Prozent sowie die Schweiz mit 51 Prozent als beliebte Reiseziele der Deutschen. Auch die Reiselust der Spanier auf Deutschland haben sich die Macher der Studie angesehen. So gaben insgesamt 66 Prozent des südeuropäischen Landes an, schon in Deutschland gewesen zu sein oder zu planen, Deutschland zu besuchen.

Austragungsort Brasilien weckt deutlich mehr Interesse als Russland

weg.de fragte die deutschen Teilnehmer der Studie, in welche Länder sie bereits aufgrund eines konkreten ähnlichen Events gereist sind. Spitzenreiter ist Spanien mit 22 Prozent. Hier wurde das Stadion Camp Nou in Barcelona sehr häufig sogar wörtlich als Reise- oder Ausflugsziel genannt. Unter den Fernzielen schnitt Brasilien mit 17 Prozent am besten ab, hier waren die WM-Stätten und das Siegesstadion durchaus während und auch nach der WM eine Reise wert. Es folgen Italien mit elf sowie Frankreich und England mit jeweils zehn Prozent. Russland ist weit abgeschlagen und wird gerade einmal von drei Prozent der Umfrageteilnehmer als mögliches Reiseland erwähnt.

* Durchschnitt der im Rahmen der Umfrage befragten Länder