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weg.de / 10.07.2018

Der Brexit und die Auswirkungen auf das Reiseverhalten +++ Deutsche befürchten Preisanstieg und lange Schlangen an der Passkontrolle

weg.de präsentiert Ergebnisse einer europaweiten Umfrage

München, 10. Juli 2018 (WDE) – Während der aktuelle Kurs der Brexit-Verhandlungen am Wochenende zu prominenten Rücktritten geführt hat, untersuchte das Online-Reiseportal weg.de bereits jetzt die Auswirkungen auf das zukünftige Reiseverhalten der Briten innerhalb der EU und der Deutschen, Franzosen, Spanier und Italiener nach Großbritannien. Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage mit dem Marktforschungsinstitut OnePoll hat weg.de insgesamt 10.000 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien befragt: Reisen die Europäer nach dem Austritt weniger oder vermehrt in das Königreich? Und wie wird der Brexit die Reisefreudigkeit der Briten beeinflussen?

Deutsche lassen sich im EU-Vergleich am meisten vom Brexit beeinflussen

weg.de wollte von den Befragten wissen, was ihre größten Befürchtungen in Bezug auf Reisen nach Großbritannien sind. Dabei haben die Deutschen mit 23 Prozent am meisten Bedenken, dass es zu einer Preiserhöhung kommt. Daneben erwarten die Deutschen eine erschwerte Einreise (14 Prozent) und lange Passkontrollen (13 Prozent). Im EU-Durchschnitt* befürchten Reisende neben der Preiserhöhung (18 Prozent) und der erschwerten Einreise (13 Prozent) auch die Einführung von Visumsregularien (13 Prozent).

Deutsche über 55 Jahre erwarten deutlich längere Schlangen an der Passkontrolle (16 Prozent) als Reisende unter 35 Jahren (zehn Prozent). Bezüglich des Preisanstiegs verhält es sich umgekehrt, davor fürchten sich 28 Prozent der unter 35-Jährigen, aber nur 20 Prozent der über 55-Jährigen. Fast doppelt so viele deutsche Männer wie Frauen rechnen mit langem Anstehen (16 Prozent gegenüber 9 Prozent). Dafür machen sich Frauen mehr Sorgen bezüglich steigender Kosten (27 Prozent gegenüber 19 Prozent).  Bremer macht im regionalen Vergleich der Kostenfaktor am nervösesten (33 Prozent), während das in Mecklenburg-Vorpommern nur bei 12 Prozent Bedenken auslöst. Dafür erzielte das Bundesland mit 15 Prozent den höchsten Wert bei der Antwortmöglichkeit „sich weniger willkommen zu fühlen“. In Bremen gab dies im Vergleich keiner der Befragten an.

Auf die Frage, ob die Deutschen nun mehr oder weniger nach Großbritannien reisen, sagten 62 Prozent, dass sich der Brexit nicht auf ihr Reiseverhalten auswirken wird, und liegen damit im EU-Durchschnitt*. Knapp 28 Prozent werden zukünftig weniger Richtung UK reisen. Damit ist Deutschland Spitzenreiter im EU-Vergleich. Etwas weniger lassen sich die Italiener vom Brexit abschrecken (25 Prozent).

Angst vor hohen Preisen bei den Briten

Die befragten Briten zeigten sich deutlich besorgter, was eventuelle Preissteigerungen betrifft: das befürchten 23 Prozent der Befragten (EU-Durchschnitt*: 18 Prozent). Gemäß der Befragung sind Deutsche und Briten hier auffallend besorgter als die restlichen EU-Bürger. Die Briten sind im Gegensatz dazu aber erstaunlich gelassen, was lange Passkontrollen betrifft (13 Prozent, wie auch im EU-Durchschnitt), und in Bezug auf Visumsauflagen machen sie sich sogar weniger Sorgen als der EU-Durchschnitt* (10 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent). Ganze 27 Prozent sagten, dass sie gar keine negativen Auswirkungen erwarten. Das spiegelt sich auch im Reiseverhalten wider: 74 Prozent der Briten gaben an, dass sie ihr Reiseverhalten nicht ändern werden. Nur 12 Prozent werden zukünftig weniger reisen. 

* Durchschnitt der im Rahmen der Umfrage befragten Länder OHNE Großbritannien (Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien)